Fahrzeuginvestitionen


  • Roter Zug auf Strecke mit Laubbäumen
  • Blau-gelb-weiser Lint von Alstom im Rohbau
Für Investitionen in neue Fahrzeuge wurden uns seit der Regionalisierung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) im Jahr 1996 gut 1 Milliarde Euro vom Land Niedersachsen bereitgestellt. Zusätzlich zu den vom Land Niedersachsen zur Verfügung gestellten Geldern wurden Verkehrsunternehmen dazu verpflichtet, selbst ihr Fahrzeugmaterial zu erneuern. Seit 1996 wurden so insgesamt 1,2 Milliarden Euro in neue Triebwagen und Züge investiert. Mit der Betriebsaufnahme Heidekreuz zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 ist der Anteil von modernen Fahrzeugen, die nach dem Jahr 2000 gebaut wurden und die in Niedersachsen verkehren, auf über 90% gestiegen.

Neue Fahrzeuge bilden einen Kernbaustein für die Angebotskonzeption des SPNV, bieten den Fahrgästen mehr Komfort und steigern so die Attraktivität des SPNV.

Der Einsatz von neuen Fahrzeugen führt in der Regel zu deutlich kürzeren Fahrzeiten. Möglich wird dies durch beschleunigungsstarke und bis zu 160 km/h schnell fahrende Fahrzeuge. Insgesamt lassen sich dadurch Fahrpläne wirtschaftlicher gestalten, da aufgrund kürzerer Fahrzeiten in Summe weniger Fahrzeuge eingesetzt werden müssen und auch weniger Personal beschäftigt werden muss. Weiterhin steigt durch schnellere Verbindungen die Zahl neuer Fahrgäste erheblich. Ein weiterer Aspekt sind auch verbesserte oder neu hinzugekommene Anschlüsse an Knotenbahnhöfen.

Die dritte Komponente bei der Gewinnung neuer Fahrgäste bilden Modernität und Komfort der Fahrzeuge. Dies fängt beispielsweise schon beim Einsteigen an: War es früher noch üblich, die Türen mit Muskelkraft zu öffnen, wodurch bestimmte Nutzergruppen, wie z.B. Kinder oder Senioren mitunter im Nachteil waren, öffnen sich die Türen heutzutage per Knopfdruck selbst und Fahrgäste können - möglichst ohne Stufen überwinden zu müssen - ein- und aussteigen. Auch heiße Sommertage sind dank Klimaanlage inzwischen selbst bei Fahrten in vollen Zügen angenehm.

In neuen Fahrzeugen werden auch Innenräume zeitgemäß gestaltet. Neben der notwendigen und auch gesetzlich vorgeschriebenen Berücksichtigung von Belangen mobilitätseingeschränkter Personen bei der Konstruktion der Fahrzeuge können gleichzeitig Interessen weiterer Fahrgastgruppen, wie z. B. Radfahrer einbezogen werden. So ist in Niedersachsen in jedem Doppelstockzug nachfrageabhängig mindestens ein Mehrzweckabteil für die Mitnahme von Fahrrädern vorhanden.

Aber auch Pendler profitieren von neuen Fahrzeugen, indem zum Beispiel Stammplätze reserviert werden können - ein absolutes Novum im Schienenpersonennahverkehr in Deutschland.


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