Investitionen in die Infrastruktur
Ausbau von Strecken und Bahnhöfen
Neue Angebotskonzepte erfordern nicht nur den Einsatz neuer Fahrzeuge, sondern auch den bedarfsgerechten Ausbau von Strecken und Bahnhöfen. Obwohl für den Aus- und Neubau der von der DB Netz AG betriebenen Schieneninfrastruktur nach dem Grundgesetz allein der Bund zuständig ist, hat das Land erhebliche Mittel für deren Ausbau und Modernisierung bereitgestellt. In Bau- und Finanzierungsverträgen zwischen Land, LNVG und Infrastrukturunternehmen werden die Ausbau- und Instandhaltungsstandards und der Nutzungsumfang vereinbart. Gleichzeitig sind die Infrastrukturunternehmen verpflichtet, die geförderten Anlagen für die vereinbarte Nutzungszeit instand- und vorzuhalten.
Infrastrukturnutzungsverträge
Wenn Strecken ausgebaut werden, um neue Betriebskonzepte umzusetzen oder wenn größere Instandhaltungsmaßnahmen anstehen, sind hierfür von den Infrastrukturbetreibern Investitionen zu tätigen. In der Regel sind diese dazu nur bereit, wenn eine langfristige Nutzung sichergestellt ist. Dazu schließen sie mit den beteiligten Aufgabenträgern Verträge ab, in denen im Wesentlichen die Ausbaumaßnahmen und deren Finanzierung sowie das künftige Betriebskonzept festgelegt werden. Die Finanzierung des Eigenanteils an den Investitionskosten sowie der Kosten für die laufende Instandhaltung stellen die Infrastrukturunternehmen über die Trassen- und Stationsentgelte sicher. Die Aufgabenträger verpflichten sich im Rahmen der Infrastrukturverträge, in der Regel für einen Zeitraum von 20 Jahren, zur Bestellung eines Betriebsprogramms, auch "Bestellgarantie" genannt.
Bestellgarantie
Ausbau von Schienenstrecken
Folgende Strecken wurden seitdem auf gemeinsame Initiative der LNVG und des Landes Niedersachsen ausgebaut:
| Strecke | wesentlicher Ausbauzweck | Fertigstellung |
| Eichenberger Kurve | Direktverbindung Göttingen Richtung Eisenach/Erfurt | 1999 |
| S-Bahn-Netz Hannover | Aufnahme S-Bahn-Betrieb; tlw. Schaffen separater Infrastruktur | 2000 |
| Hildesheim - Goslar - Vienenburg | Ausbau für NeiTech-Betrieb | 2000 |
| Oldenburg - Osnabrück | Ausbau für 120 km/h | 2000 |
| Esens - Sande | Ertüchtigung für 80 km/h | 2000 |
| Leer - Neuschanz | Ausbau für 120 km/h | 2002 |
| Delmenhorst - Hesepe | Ertüchtigung für 80 km/h | 2003 |
| Großdüngen - Bodenburg | Neue Haltepunkte | 2003 |
| OS-Hörne - Dissen/Bad Rothenfelde | Reaktivierung | 2005 |
| HH-Neugraben - Stade | Ausbau für 2-System-S-Bahn | 2007 |
| Bennemühlen - Walsrode | Ausbau für 120 km/h | 2011 |
| Soltau - Buchholz/Nordheide | Ausbau für 120 km/h | 2011 |
Reaktivierung

Infolgedessen wurde auf unser Bestreben im Jahr 2005 der stillgelegte Abschnitt zwischen Osnabrück-Hörne - Dissen/Bad Rothenfelde in Verlängerung der Linie Dissen/Bad Rothenfelde – Bielefeld reaktiviert und der 1984 eingestellte Personenverkehr wieder aufgenommen. Die Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück hatte als Infrastrukturbetreiber den Streckenabschnitt von Grund auf saniert und auch moderne Leit- und Sicherungstechnik installiert.
Das Land Niedersachsen hat fast 11 Mio. Euro für die Reaktivierung dieser Strecke und den Ausbau für Fahrgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h bereit gestellt. Zudem müssen wir die jährlich anfallenden Betriebskostendefizite finanzieren. Angesichts des Investitionsbedarfs auf dem heutigen Streckennetz, der längerfristigen Finanzierungsperspektiven und der bisherigen Erfahrung mit Reaktivierungsprojekten liegt der Fokus auch künftig nicht auf der Ausweitung des SPNV auf Strecken, die heute nicht bedient werden.
Das Land Niedersachsen hat fast 11 Mio. Euro für die Reaktivierung dieser Strecke und den Ausbau für Fahrgeschwindigkeiten bis zu 80 km/h bereit gestellt. Zudem müssen wir die jährlich anfallenden Betriebskostendefizite finanzieren. Angesichts des Investitionsbedarfs auf dem heutigen Streckennetz, der längerfristigen Finanzierungsperspektiven und der bisherigen Erfahrung mit Reaktivierungsprojekten liegt der Fokus auch künftig nicht auf der Ausweitung des SPNV auf Strecken, die heute nicht bedient werden.






