Mobilitätsmanagement


Kleinbus vor großem alten Fachwerkhaus in ländlich-sonniger Umgebung
Die Folgen des demografischen Wandels und der schrumpfenden wie auch alternden Bevölkerung stellen neue Anforderungen an das öffentliche Mobilitätsangebot im ländlichen Raum.

Mehr denn je stellt sich heute die Frage, wie sich ein wirtschaftliches Nahverkehrsangebot auch außerhalb des Schul- und Ausbildungsverkehrs aufrechterhalten und gleichzeitig aus Fahrgastsicht durch moderne und marktfähige Angebote möglichst attraktiv gestalten lässt.

Das Land Niedersachsen hat auf diese Herausforderung reagiert und unter Einbindung einer Vielzahl von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden, Sozialverbänden, Kirchen- und Religionsgruppen im Jahr 2014 das Zukunftsforum Niedersachsen initiiert.
Roter Bus auf einer Straße in ländlich-grüner Landschaft
Zu den zentralen Vorschlägen des Zukunftsforums Niedersachsen zur Sicherung der Mobilität auf dem Land gehört die Einrichtung einer landesweiten zentralen Informations- und Beratungsstelle für Mobilität im ländlichen Raum (Mobilitätsmanagement).

Das Beratungsangebot richtet sich an die regionalen ÖPNV-Aufgabenträger, engagierte Kommunen, Verkehrsunternehmen bzw. deren Regie- und Serviceeinrichtungen und an weitere Akteure (ehrenamtliche Initiativen wie z.B. Bürgerbusvereine), die das Ziel haben, die ländliche Mobilität attraktiv zu gestalten.

Die Beratungsstelle gibt die notwendigen Impulse, unterstützt die niedersächsischen Akteure bei der Vernetzung und steht als Ideengeber bei der (Weiter)Entwicklung und Umsetzung von konventionellen und neuen Kommunikations- und Verkehrskonzepten im ländlichen ÖPNV zur Verfügung. Hierzu zählen neben der Gestaltung eines soliden differenzierten ÖPNV-Grundangebotes und der Ergänzung dieses Grundangebotes mit alternativen Bedienungsformen zur Abdeckung von verkehrsschwacher Nachfrage auch die Sicherstellung einer innerörtlichen Mobilität.

Innenansicht eines Kleinbusses
Alternative ÖPNV-Bedienungsformen können beispielsweise Bürgerbusse, Gemeinschaftsverkehre, Bedarfsverkehre oder die Kooperation mit neuen Anbietern wie privaten Mitfahrgelegenheiten sein, deren Initiierung, passgenaue Konzeption und lokale Markteinführung von der Beratungsstelle unterstützt werden kann. Die Beratung über gesetzliche Rahmenbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten runden das Aufgabenspektrum ab.

Eine Konferenz "Mobilitätsmanagement im ländlichen Raum" der DVWG in Kooperation mit dem Land Niedersachsen und der LNVG stellte sich dem Thema aus der "Perspektive der Bürger" - das Programm im Rückblick finden Sie hier.

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