SPNV-Angebot


In der Funktion als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Niedersachsen bestellen wir bei verschiedenen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) die Zugleistungen im SPNV.

Als größter Aufgabenträger für den SPNV in Niedersachsen bieten wir über die Eisenbahnverkehrsunternehmen den Fahrgästen ein breites Verkehrsangebot an. Wir organisieren die Zugleistungen der verschiedenen in unserem Aufgabengebiet tätigen EVU und koordinieren die optimale Belegung des Streckennetzes.

Auf der Streckenkarte, die Sie über den Link im rechten Bereich erreichen, können Sie sich einen Überblick über unser Planungsgebiet und das Verkehrsangebot auf den einzelnen Linien verschaffen. Zusatzinformationen erhalten Sie beim Klick auf eine Station: Hier erhalten Sie  z.B. Informationen über die jeweils an der Station haltenden Zugprodukte oder über die Größenordnung des durchschnittlichen Reisendenaufkommens.

Eine Übersicht der verschiedenen Betreiber in Niedersachsen, also die EVU, die die Strecken bedienen, ist hier zu finden.

Die rechtliche Grundlage bilden sogenannte Verkehrsverträge, in denen für ein Verkehrsnetz mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen, das nach einer EU-weiten Ausschreibung den Zuschlag bekommen hat, Vereinbarungen getroffen werden. Dabei sind die Hauptinhalte die Anzahl der Fahrten, der Linienverlauf, die Größe und Anzahl der eingesetzten Fahrzeuge und  auch Anforderungen an die Qualität.

 

SPNV-Linienbezeichnungen


In Norddeutschland gibt es einheitliche Produkt- und Linienbezeichnungen für alle Züge des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV). Diese ermöglichen über Länder- und Verbundgrenzen hinweg eindeutige Kennzeichnungen in der Fahrgastinformation, an Fahrzeugen, Stationen und in den Medien.
  • Eine Übersicht der Linienbezeichnungen finden Sie hier


Angebotsverbesserungen im SPNV zum Fahrplan 2019


Der diesjährige Fahrplanwechsel am 09. Dezember 2018 steht ganz im Zeichen von vier neuen Verkehrsverträgen, einer Linienverlängerung in der Metropolregion Hamburg und der Betriebsaufnahme auf Niedersachsens erster Reaktivierungsstrecke. Aber auch abseits dieser Schwerpunkte wird das SPNV-Angebot durch die LNVG und ihre benachbarten Aufgabenträger punktuell weiterentwickelt.
Im neuen Verkehrsvertrag Hanse-Netz 2 (Betreiber bleibt hier die metronom Eisenbahngesellschaft) werden die bisherigen Linien zwischen Hamburg und Bremen bzw. Uelzen um die Linie Uelzen – Hannover – Göttingen, die bisher einen eigenständigen Verkehrsvertrag darstellte, ergänzt. Dadurch ist eine Anpassung der Linienführung möglich und es werden täglich zweistündlich umsteigefreie Fahrten zwischen Hamburg und Hannover angeboten. In Hannover besteht Anschluss Richtung Göttingen. Ergänzend dazu wird es erstmals einzelne Verstärkerfahrten am Wochenende geben, die ebenfalls umsteigefrei zwischen Hamburg und Hannover bzw. Hamburg und Uelzen verkehren. Diese liegen etwa im halbstündlichen Abstand zu den stündlichen Fahrten des Grundtakts und sollen die teilweise bestehenden Kapazitätsprobleme im Zulauf auf Hamburg beseitigen.
Eine weitere wesentliche Verbesserung am Wochenende besteht in der Einführung des Stundentakts auf der RB 31 Hamburg – Lüneburg auch an Sonn- und Feiertagen (bisher nur zweistündlich). Am Wochenende verkehren alle RB 31 nun ab/bis Hamburg Hbf. Als weiterer Angebotsbaustein des neuen Verkehrsvertrages wird in den Wochenendnächten ein durchgehender stündlicher Nachtverkehr sowohl zwischen Hamburg Hbf und Lüneburg als auch zwischen Hamburg Hbf und Tostedt eingerichtet. Einzelne Fahrten verkehren dabei bis nach Uelzen bzw. Bremen. Es entstehen auch zusätzliche Spätverbindungen von Hamburg bis Hannover.
Im südlichen Abschnitt wird eine neue tägliche Spätfahrt von Göttingen nach Hannover sowie in der Gegenrichtung an Mo-Fr eine zusätzliche Frühfahrt und in den Wochenendnächten eine neue Spätfahrt eingerichtet. Außerdem ist es der LNVG nach intensiven Abstimmungen gelungen, mehrere zusätzliche Fahrten zu realisieren, um die SPNV-Anbindung des bedeutenden Gewerbestandorts Winsen sowohl nach Hamburg als auch nach Lüneburg entscheidend zu verbessern. Nicht zuletzt werden bei zahlreichen Zügen der Linien RB 31 und RB 41 sowie zweistündlich zwischen Uelzen und Hannover die Sitzplatzkapazitäten erhöht.
Einen Betreiberwechsel wird es auf der Linie RE 5 Hamburg – Cuxhaven (Netz Unterelbe) geben. Hier übernimmt die Verkehrsgesellschaft Start Unterelbe die Verkehre vom bisherigen Betreiber metronom. Das bewährte Angebot des täglich stündlichen Grundtakts mit einzelnen Hauptverkehrszeit (HVZ)-Verstärkern wird hier – abgesehen von einigen Minutenanpassungen in den Tagesrandlagen zur Anschlussoptimierung in Stade – unverändert fortgeführt. Auch am Fahrzeugeinsatz wird sich hier nichts ändern. Allerdings ist damit zu rechnen, dass diese Linie aufgrund von umfangreichen Brückenbauarbeiten im Bereich Hamburg ab Juni 2019 überwiegend nur zwischen Cuxhaven und Hamburg-Harburg verkehren kann. Voraussichtlich können dann nur einzelne Fahrten von/nach Hamburg Hbf fahren.
Der dritte neue Verkehrsvertrag betrifft die S3 Stade – Hamburg (– Pinneberg) als Teil des Netzes der S-Bahn Hamburg. Hier wird durch zusätzliche Fahrten zwischen Buxtehude und Neugraben der in den HVZ bestehende 10-Minuten-Takt zwischen Buxtehude und Hamburg sowohl in der morgendlichen als auch in der nachmittäglichen HVZ um jeweils eine Stunde verlängert. Auch am Abend wird das Angebot für Buxtehude an Mo-Fr ausgeweitet. Ein zusätzliches Zugpaar zwischen Neugraben und Buxtehude am Sonntag-Morgen verbessert die Anschlüsse von/nach Bremervörde. Ergänzend dazu wird – wie im Hanse-Netz 2 – auch zwischen Hamburg und Stade in den Wochenendnächten ein durchgehender Stundentakt eingeführt.
Die Leistungen auf der Linie RB 76 Rotenburg – Verden werden von der in der Region bereits bekannten Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (evb) übernommen. Das Fahrplanangebot wird im Status quo fortgeführt.
Im durch erixx betriebenen Netz Heidekreuz wird die RB 38 Buchholz – Soltau – Hannover an den Wochenenden bis Hamburg-Harburg verlängert. Mit Ausnahme der Tagesrandlagen betrifft dies alle Züge im Stundentakt. Damit entstehen – z.B. durch den Umstieg in die S-Bahn in Hamburg-Harburg – neue Reisemöglichkeiten und teilweise auch kürzere Reisezeiten aus der Heide. Die Züge verkehren dabei zwischen Buchholz und Hamburg-Harburg in Doppeltraktion und ohne Zwischenhalte. Auf der Linie RB 37 wird an Mo-Fr ein neuer Frühzug von Soltau nach Bremen eingerichtet. In der Gegenrichtung verkehrt der Spätzug zukünftig nicht nur Fr+Sa, sondern täglich.
Auch auf der Linie RE 20 (Netz ENORM) werden zu diesem Fahrplanwechsel erneut Leistungsausweitungen umgesetzt. Das nachmittägliche Verstärkerzugpaar zwischen Uelzen und Stendal bzw. Magdeburg verkehrt nun auch samstags und somit täglich. Dieses Zugpaar ist in den 18-Uhr-Knoten Uelzen eingebunden und hat dadurch Anschlüsse Richtung Hamburg und Hannover.
Auf der Linie RB 80 (Netz Dieselnetz Südostniedersachsen) wird das Frühangebot für Pendler in die Universitätsstadt Göttingen verbessert. Der erste Zug, welcher Göttingen um 06:09 erreicht startet anstelle von Herzberg (Harz) bereits in Walkenried.
Nach ein Jahr Verzögerung startet der Betrieb auf der Ilmebahn (RB 86) zwischen Einbeck-Salzderhelden und Einbeck Mitte. Hier wird ein stündlicher Pendel mit schnellen Umstiegen sowohl in Richtung Hannover als auch in Richtung Göttingen mit dem RE 2 angeboten. Zusätzlich verkehren in der HVZ durchgehende Züge stündlich von Göttingen direkt nach Einbeck Mitte und wieder zurück. Dadurch entsteht in den HVZ ein angenäherter 20-Minuten-Takt zwischen Northeim und Göttingen.
Auf der Linie RE 15 (Netz Emsland) wird das Abendangebot am Wochenende erweitert. So verkehren die bisher an Fr und Sa fahrenden Züge zwischen Meppen (Abfahrt 23:13) und Rheine (Abfahrt 23:56) nun täglich. Ab Emden können die Kunden somit ab 22:14 täglich bis Rheine fahren.
Auf der Linie RE 70 (Netz Mittelland) wird durch die Region Hannover und den Regionalverband Großraum Braunschweig ein durchgängiger angenäherter Halbstundentakt zwischen der Landeshauptstadt und der zweitgrößten Stadt Niedersachsens angeboten. Dieser gilt an den Tagen Montag bis Samstag. Aufgrund dieses stark erweiterten Angebots werden die durchgebundenen Züge von bzw. nach Helmstedt durch Fahrten der DB Regio ersetzt. Alle Fahrmöglichkeiten werden allerdings mit ein Umstieg in Braunschweig weiterhin möglich sein.
Bei der S-Bahn Hannover wird das Angebot an den Wochenendnächten ausgeweitet. Zukünftig kann auch die Deisterstrecke zwischen Weetzen und Haste direkt aus Hannover in der Nacht erreicht werden. Ebenfalls wird das Angebot am Sonntagmorgen zwischen Paderborn und Hannover Hbf verbessert.
Mit diesen Angebotsverbesserungen möchte LNVG neue Fahrgäste gewinnen, wird aber auch kontinuierlich überprüfen, wie die Angebote angenommen werden.
 

SPNV-Konzept 2013+


Im Jahr 2010 hatten wir das SPNV-Konzept 2013+ vorgestellt, das neben einem ausführlichen Analyseteil die Themenschwerpunkte und die Projekte bis zum Jahr 2017 umreißt. Sämtliche Informationen stehen Ihnen zum Download bereit.
  • Für einen kompakten Überblick empfehlen wir die Kurzfassung des SPNV-Konzeptes 2013+.
  • Einen detaillierten Überblick erhalten Sie in unserem ausführlichen Konzept zum Schienennahverkehr 2013+
Inzwischen haben wir einen Großteil dieser Vorstellungen umsetzen können. Eine groß angelegte Verkehrserhebung bestätigt die bisherige, seit 1996 kontinuierlich verfolgte Strategie: Allein zwischen 2008 und 2013 konnte die Verkehrsleistung, d.h. die von den Reisenden zwischen Ems und Elbe in den Nahverkehrszügen zurückgelegte Strecke um 32 Prozent gesteigert werden.
Auf diesem Pfad wollen wir weiter voranschreiten, uns aber auch neuen Themen zuwenden. Ein  solches Thema ist die Reaktivierung von Strecken und Stationen. Die Verbesserung der Kundeninformation, speziell die Bereitstellung von Echtzeit-Information für den Reisenden, ist eine weitere Herausforderung, der wir uns widmen wollen. Schließlich wollen wir bei der Modernisierung von Stationen den Fokus erweitern und werden gezielt auch den barrierefreien Ausbau solcher Stationen anstreben, die auf Grund ihrer geringen Reisendenfrequenz bislang zurückgestellt werden mussten.

Fahrzeugtypen
Die eingesetzten Fahrzeugtypen finden Sie hier.  
 
Investitionen
Investitionen in die Infrastruktur, z.B. zum Ausbau von Strecken und Bahnhöfen  
 
Verkehrsunternehmen
Die einzelnen Eisenbahnverkehrs- unternehmen sehen Sie hier auf dieser Seite unten.  
 
Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG)
Kurt-Schumacher-Straße 5, 30159 Hannover
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