Stationen - die Visitenkarten des Bahnverkehrs


Bahnhöfe und Haltepunkte sind die Visitenkarten des Bahnverkehrs. Ihr Erscheinungsbild, die Ausstattung und der gebotene Komfort beeinflussen die Wahrnehmung durch den Fahrgast und die generelle Akzeptanz des Verkehrsträgers Schiene ganz entscheidend. Für eine dauerhafte Verbesserung der Qualität der Bahnhofsinfrastruktur hat das Land Niedersachsen, trotz der im Grundgesetz festgelegten Infrastrukturverantwortung des Bundes, in erheblichem Umfang Regionalisierungs- und GVFG-Mittel eingesetzt. Dadurch konnten seit 1996 rund 63 % aller Bahnstationen in Niedersachsen komplett modernisiert und größtenteils barrierefrei ausgebaut werden.

Die Streckennetze mit den einzelnen Stationen sehen Sie im Detail auf unserer interaktiven Karte.

Bisherige Bahnhofsausbauprogramme waren z. T. in Verbindung mit Investitionen in die Streckeninfrastruktur vereinbart:

Bahnhof mit zwei Bahnsteigen und je einem Zug
  • Ausbau S-Bahn Hannover (EXPO, 52 Stationen)
  • Ausbau Lammetalbahn (5 Stationen)
  • Reaktivierung Haller Willem (5 Stationen)
  • S-Bahn-Verlängerung Stade – Hamburg (7 Stationen)
  • 3. Gleis zwischen Stelle und Lüneburg (4 Stationen)
  • Heidebahn Nord- und Südabschnitt (8 Stationen)

Bahnsteig mit Bahnhofsgebäude und moderne Glas-Stahl-Überdachung
Einige Programme sind als reine Bahnhofsprogramme geführt worden:
  • Teilnetz Weser-Ems (29 Stationen)
  • Niedersachsen ist am Zug! (32 Stationen)
  • S-Bahn-Verlängerung Hannover – Hildesheim (7 Stationen)
  • Programm des Nordhessischen Verkehrsverbundes (2 Stationen)

Ferner befinden sich derzeit folgende Stationsmodernisierungsprogramme in der Umsetzung:
  • "Regionalhaltkonzept Raum Bremen (Linien 2/RS2 bis 4/RS4) 
  • "Niedersachsen ist am Zug! II"
  • Heidebahn Mittelabschnitt

Die Stationen im Regionalhaltkonzept Raum Bremen (Linien RS2 bis RS4) finden Sie hier.

Die Stationen des  Programms "Niedersachsen ist am Zug! II" sehen Sie auf dieser Karte.

Im Mittelabschnitt der Heidebahn werden die Stationen Soltau, Bad Fallingbostel und Dorfmark erneuert bzw. grundlegend modernisiert. Darüber hinaus werden im Nordabschnitt der Heidebahn (Soltau – Buchholz i. d. Nordheide) die Stationen Wintermoor, Büsenbachtal und Suerhop modernisiert.
 
Im Dezember 2014 wurde ein weiteres Bahnhofsprogramm „Niedersachsen ist am Zug! III“ zwischen der DB AG und dem Land Niedersachsen vertraglich vereinbart. Es umfasst 44 Bahnstationen, davon neun Stationen des Zweckverbands Großraum Braunschweig, zwei Stationen der Region Hannover und 33 Stationen der LNVG. Die Realisierung der Modernisierungsmaßnahmen ist bis 2025 vorgesehen. Eine Karte mit den Stationen sehen Sie hier.

Erstmalig sollen auch Stationen barrierefrei ausgebaut werden, die weniger als 1.000 Ein- und Aussteiger täglich aufweisen; dies war bislang die Voraussetzung für Deutsche Bahn und Bund, um einem barrierefreien Ausbau näher zu treten.

Reaktivierung von Stationen


Wenngleich die Modernisierung der bestehenden Stationen noch längst nicht abgeschlossen ist, haben wir den Wunsch vieler Regionen nach besserem Zugang zur Schiene aufgegriffen und untersucht, wo durch die Reaktivierung von Stationen zusätzliche Reisendenpotentiale erschlossen werden können ohne die Erfolge der bisherige Angebotsstrategie - kurze Reisezeiten insbesondere zwischen den regionalen Zentren und die Vernetzung der Linien, um attraktive Reiseketten zu schaffen - aufzugeben. Anhand
  • der fahrplantechnischen Machbarkeit
  • der Wahrung der Anschlüsse in den Knotenbahnhöfen
  • des Einwohnerpotenzials im 1,5 km-Radius
  • der Entfernung zum nächsten Haltepunkt/Bahnhof
  • der Möglichkeit einer Bedienung durch eine Regional (RB)- oder S-Bahn, um die schnellen RegionalExpress (RE)-Verbindungen, die die Zentren des Landes untereinander verbinden, in ihrer Qualität nicht zu beeinträchtigen und
  • des möglichen Fahrzeug-Mehraufwandes.
haben wir inzwischen über 40 Standorte untersucht. Davon sind - vorbehaltlich von externen Einflüssen, die durch absehbar sich ändernde Betriebskonzepte entstehen können, ohne dass deren Auswirkungen schon im Detail abschätzbar sind - 9 Stationen  in vergleichsweise kurzer Zeit realisierbar. Weitere Stationen sind unter den heutigen fahrplantechnischen und/oder infrastrukturellen Rahmenbedingungen nicht umsetzbar, bleiben aber mittel- bis langfristig im Fokus. Dies macht zum einen deutlich, wie hochgradig verflochten das SPNV-Angebot zwischen Ems und Elbe heute ist, weil schon geringe Fahrzeitverlängerungen durch zusätzliche Unterwegshalte bestehende Anschlüsse an weiterführende Züge gefährden. Zum anderen setzt die hohe Auslastung der Strecken oder deren Ausbaustand wie z.B. Eingleisigkeiten kaum Spielräume für Fahrplanänderungen.
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