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"Qualitätsoffensive" endet - LNVG dankt Fahrgästen

Nach zehn Wochen enden die Bauarbeiten der DB-InfraGO auf der Strecke Hannover – Hamburg. Nahverkehrszüge können nach der „Qualitätsoffensive“ wieder ihre gewohnten Verbindungen fahren.

· LNVG trägt Kosten für Busverkehr im einstelligen Millionenbereich

· DB InfraGO verantwortlich für Ersatzverkehr auf der selben Strecke im Jahr 2029

· Hansenetz geht wieder komplett in Betrieb

Hannover, den 8. Juli 2026. Ab Sonnabend, 11. Juli, sollen wieder Züge auf der Strecke zwischen Hannover, Uelzen und Hamburg fahren. Die Bauarbeiten der „Qualitätsoffensive“ der DB InfraGO (1. Mai bis 10. Juli) sollen dann beendet sein. Auch Nahverkehrszüge können dann wieder ihre normalen Routen fahren. Carmen Schwabl, Sprecherin der Geschäftsführung der LNVG sagt: „Das waren zehn sehr anstrengende Wochen für die Fahrgäste, wir bedanken uns ausdrücklich für ihre Geduld. Und wir bedanken uns bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Busunternehmen, die den Ersatzverkehr gefahren haben und der Bahnunternehmen, die den Fahrgästen mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben.“

Die Planungen für den Ersatzverkehr hatte die LNVG gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Busunternehmen (Tochterunternehmen der Deutschen Bahn) erstellt. Schwabl: „Das war eine außergewöhnliche Aufgabe – und sie wurde sehr gut gelöst.“ Die Einschätzung, dass auf der gesperrten Strecke deutlich weniger Menschen unterwegs sein werden als in den Zügen, habe sich bestätigt. Beschwerden habe es laut LNVG kaum gegeben.

DB InfraGO muss auf leistungsfähige Umleitungsstrecken achten

Da die Bauarbeiten nicht als Generalsanierung gelten, entfällt eine finanzielle Beteiligung des Bundes und der DB InfraGO beim Ersatzverkehr. Die LNVG übernimmt daher die Kosten im einstelligen Millionenbereich und war auch Auftraggeberin. Die Bauarbeiten zur „Qualitätsoffensive“ waren eine Vorbereitung für die große „Korridorsanierung“ der Strecke im Jahr 2029.

Schwabl erneuert ihre Forderung, dass der Nahverkehr auf der Strecke Hannover – Uelzen – Hamburg bis 2029 möglichst nicht mehr eingeschränkt werden darf: „Sinn der großen Sperrungen ist auch, Belastungen für Fahrgäste kurz zu halten. Dabei muss es bleiben.“ Außerdem müsse DB-InfraGO noch mehr darauf achten, vor „Korridorsanierungen“ die Umleitungsstrecken für Züge leistungsfähig zu haben.

Überraschende Störung im Ersatzverkehr

Der Ersatzverkehr während der „Qualitätsoffensive“ war zweimal erschwert worden: Zunächst hatte sich die vorherige Korridorsanierung Hamburg – Berlin wegen des harten Winters so verzögert, dass der Ersatzverkehr zwischen Lüneburg, Uelzen und Hamburg für die ersten sechs Wochen neu geplant werden musste. Dann hatte DB InfraGo überraschend eine Baustelle bei Ehlershausen eingerichtet und damit die extra ausgeweiteten die S-Bahn-Fahrten zwischen Celle und Hannover behindert.

Hansenetz ab 11. Juli wieder komplett in Betrieb

Von der Sperrung zwischen Hannover und Hamburg waren im Nahverkehr vor allem die Linien des Hansenetzes betroffen. Ab 11.07.2026 fahren die Doppelstockzüge wieder ihre normalen Strecken.

metronom fährt diese Linien:

  • RE 3 Hannover – Uelzen – Lüneburg – Hamburg
  • RE 4 Hamburg – Bremen
  • RB 31 Hamburg – Lüneburg
  • RB 41 Hamburg – Buchholz – Rotenburg/W. – Bremen

DB Regio fährt die Linie RE 2 Uelzen – Hannover – Göttingen dann auf ganzer Länge.

Auf den bisherigen Umleitungsstrecken können folgende Verbindungen wieder verkehren:

· S2 zwischen Wunstorf und Nienburg

· RE 8 Verstärkerzüge zwischen Hannover und Bremen

· RS 6 zwischen Verden und Rotenburg

· RB 41 ganztäglich zwischen Bremen und Scheeßel

Ebenfalls fahren wieder diese Linien:

· RE 83 Lüneburg – Büchen – Lübeck

· RE 20 Uelzen – Salzwedel – Magdeburg

· RB 47 Uelzen -Gifhorn – Braunschweig

Das ist die LNVG

Die LNVG plant für weite Teile Niedersachsens das Angebot mit Nahverkehrszügen. Sie vermietet Lokomotiven und Wagen an die Bahnunternehmen. Die LNVG bezahlt für die Zugfahrten rund 600 Millionen Euro im Jahr – das sind rund 60 Prozent der Kosten. Von den Fahrgästen, also über die Fahrkarten, werden etwa 40 Prozent der Kosten getragen. Außerdem ist die LNVG unter anderem Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für den Verkehr mit Linienbussen und Stadtbahnen im Land.