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So fuhren die Nahverkehrszüge 2025: Weniger Regionalbahnen fallen ungeplant aus

Im Jahr 2025 sind in Niedersachsen weniger Nahverkehrszüge plötzlich ausgefallen als noch 2024. Die Pünktlichkeit der Züge ist allerdings erneut leicht gesunken. Das ist das Ergebnis einer Auswertung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Alle Daten zu Ausfällen, Pünktlichkeit und fehlenden Waggons stehen im LNVG-Qualitätsmonitor bereit.

  • Statistik: Baustellen senken den Pünktlichkeitswert
  • Personalsituation bei Bahnunternehmen in Niedersachsen verbessert
  • LNVG behält 29,7 Millionen Euro ein – Geld fließt in zusätzliche Projekte

Hannover, den 30. April 2026. 2,4 Prozent aller Züge im Gebiet der LNVG sind im vergangenen Jahr plötzlich ausgefallen – der Wert ist besser als 2024. Damals waren es noch 3,3 Prozent. Ungeplant ausgefallene Züge sind für Fahrgäste besonders ärgerlich, da sie sich nicht darauf einstellen können. Laut LNVG haben mehrere Gründe zu der Verbesserung geführt. Es gab weniger Störungen an Zügen und fast keine Streiktage. Carmen Schwabl, Sprecherin der LNVG-Geschäftsführung, ergänzt: „Es sind auch weniger Züge wegen Personalmangels ausgefallen. Offenbar gelingt es den Bahnunternehmen endlich, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden und auch zu halten.“ Fehlende Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer, Kundenbetreuerinnen und Kundenbetreuer sowie Werkstattpersonal sind seit Langem ein Problem der Unternehmen. Schwabl: „Die Bahnunternehmen müssen sich hier weiter anstrengen. Noch gibt es zu viele plötzliche Zugausfälle. Erst wenn mindestens 99,3 Prozent der Züge fahren, werten wir das als ,im grünen Bereich‘.“
Die LNVG ist für den Nahverkehr mit Regionalzügen in weiten Teilen Niedersachsen verantwortlich, die Gebiete der Region Hannover und der Regionalverband Großraum Braunschweig gehören nicht dazu.

Fahrgäste müssen Fehler der Bundesebene ausbaden

Im Jahr 2025 lag die Pünktlichkeit im LNVG-Gebiet bei 81,3 Prozent, 2024 waren es noch 84 Prozent gewesen. Alles unter 85 Prozent wertet die LNVG als ‚im roten Bereich‘. Als pünktlich gilt in dieser Auswertung ein Zug mit höchstens fünf Minuten Verspätung. Die Verspätungen im LNVG-Gebiet werden seit Jahren mehr. „Fahrgäste und Bahnunternehmen bekommen immer stärker zu spüren, dass der Bund über Jahrzehnte zu wenig Geld ins Streckennetz investiert hat. Verspätungen wegen defekter Weichen oder Signale wären seltener, wenn die Technik in einem besseren Zustand wäre.“ Häufige Gründe für Verspätungen sind zudem gefährliche Ereignisse, Wettereinflüsse, aber auch Fernzüge, die vorbeigelassen werden müssen. Zum Vergleich: Die DB gibt für ihre Fernzüge für 2025 eine Pünktlichkeit von 60,1 Prozent an. Dabei gelten Züge als pünktlich, die weniger als sechs Minuten verspätet sind.

Bahnunternehmen bekommen wegen Qualitätsmängeln weniger Geld

Rund 600 Millionen Euro bezahlt die LNVG pro Jahr für die Zugfahrten an die verschiedenen Bahnunternehmen. Für Verspätungen, plötzliche Zugausfälle oder zu kurze Züge behält die Gesellschaft allerdings Zahlungen ein. Im vergangenen Jahr waren das 29,8 Millionen Euro. 2024 hatte der Wert noch bei 32,2 Millionen Euro gelegen. Grund für den Rückgang sind weniger plötzlich ausgefallene Züge. „Wir würden uns freuen, wenn wir die volle Summe zahlen müssten, dass wäre der Beweis für einen störungsfreien Betrieb“, sagt Schwabl. Das einbehaltene Geld nutzt die LNVG unter anderem, um zum Beispiel Schienenersatzverkehr sowie qualitätssteigernde Maßnahmen wie zusätzliche Personalreserven, zusätzliche Triebfahrzeugführerausbildungen oder auch zusätzliches Sicherheitspersonal zu finanzieren.

Alle Daten im Internet

Für alle Regionalexpress-, Regionalbahn und S-Bahn-Linien der Aufgabenträger in Niedersachsen stehen die Daten zu Verspätungen, Zugausfällen und fehlenden Waggons im LNVG-Qualitätsmonitor bereit. Die Informationen stammen von den Aufgabenträgern Regionalverband Großraum Braunschweig, Region Hannover und Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen. Die Seite wird quartalsweise aktualisiert.
Über diesen Link gelangen Sie zum Qualitätsmonitor der LNVG:

https://www.lnvg.de/spnv/qualitaet-und-marketing/qualitaetsmonitor

Das ist die LNVG

Die LNVG plant für weite Teile Niedersachsens das Angebot mit Nahverkehrszügen. Sie vermietet Lokomotiven und Wagen an die Bahnunternehmen. Die LNVG bezahlt für die Zugfahrten rund 600 Millionen Euro im Jahr – das sind rund 60 Prozent der Kosten. Von den Fahrgästen, also über die Fahrkarten, werden etwa 40 Prozent der Kosten getragen. Außerdem ist die LNVG unter anderem Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für den Verkehr mit Linienbussen und Stadtbahnen im Land.

 

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